Borkum Aktuell Serie Borkum 2030 – NBG baut Partnerschaft mit Hochschule Emden/Leer aus

NBG baut Partnerschaft mit Hochschule Emden/Leer aus | 30. Juni 2019


Mit Blick auf das Ziel „Emissionslose Insel“ arbeiten die Nordseeheilbad Borkum GmbH(NBG) und die Hochschule Emden/Leer seit Jahren an innovativen Lösungen. Gerade im Hinblick auf die Ziele der Strategie „Borkum 2030“ ist die Erhaltung desim besonderen Maße schutzwürdigen Naturraumes ein wichtiges Anliegen. Diese strategische Partnerschaft besteht im Kern bereits aus drei wesentlichen Elementen.

1.Seit 2012 führte die Hochschule Emden/Leer mehrere studentische Exkursionen zum Thema Energieautarkie durch. Dabei ging es um Fragen der Erzeugung und Nutzung regenerativer Energien auf Borkum.

2.Das Engagement der Hochschule Emden/Leer bei den Borkumer Energietagen: Dort referierte unter anderem der Emder Hochschullehrer Prof. Dr. Sven Steinigeweg.

3.Der Projektantrag H2Watt mit der Hochschule Emden/Leer als Wissenspartner: Ende des letzten Jahres konnte die NBG erfolgreich das Projekt NETfficient beenden, dass bereits im Rahmen des EU-Förderprogramms für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ lief. In dem Projekt konnten wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung Borkums zur emissionslosen Insel gesammelt werden. Nunmehr hat die NBG innerhalb desselben Förderprogramms „Horizont 2020“ gemeinsam mit der MARIKO (Maritimes Kompetenzzentrum in Leer) und weiteren Projektpartnerneinen Antrag für ein grenzüberschreitendes Projekt „H2Watt“ gestellt. Inhalt des Projekts ist die „Entwicklung eines grenzübergreifenden Technologie-Clusters für den Aufbau von Real-Laboren zur Entwicklung von Kompetenzen, Verfahren und Systemen zur effizienten Produktion, Speicherung, Transport und Nutzung von Wasserstoff im Wattenmeer“.

Die Insel Borkum dient hier gemeinsam mit der Insel Ameland als Fallstudie. Der Antrieb, an diesem Projekt mitzuwirken, ist, auf Basis von Grünstrom gewonnenen Wasserstoff für die klimaneutrale Mobilität zu nutzen und die bei der Wasserstoffproduktion entstehende Abwärme in das Offshore-Quartier einzuspeisen. Nur mittels einer solchen Sektorenkopplung (Mobilität und Wärme) lässt sich eine Umstellung auf klimaneutrale Energieversorgung wirtschaftlich darstellen. Für das Projekt werden Fördergelder in Höhe von zwei Millionen Euro beantragt. Nun wird die Kooperation um eine Komponente erweitert. Die Hochschule Emden/Leer kommt mit einem eigens zusammengestellten Wissenschaftsprogramm auf die Insel. Vom 21.Julibis 09.August 2019 wird sie täglich, sowie zu ausgewählten Einzelterminen bis in den Spätherbst diesen Jahres hinein, ihre Türen für Gäste und Insulaner gleichermaßen öffnen.Hierfür wird ein gläserner Event-Container, der direkt am Neuen Leuchtturm steht, zum Schaufenster der Wissenschaften. Die Hochschule Emden/Leer möchte sich mit diesem Schritt weiter in die Gesellschaft öffnen und sucht bewusst zu Wissenschafts-und Forschungsthemen den Austausch mit der Öffentlichkeit. Prof. Dr. Jann Strybny, Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer an der Hochschule, erklärt: „Borkum stellt die ideale Plattform dar, um in einer lockeren Atmosphäre Wissenschaft zum Mitmachen zu ermöglichen.“ Besucher können dabei drei Wochen im Juli und August ab 11:00 Uhr in einen rhythmischen Wechsel aus thematischen Veranstaltungen rund um die Wissensgebiete aus den vier Fachbereichen der Hochschule eintauchen. Hierunter nicht zuletzt Themen, die die Insel Borkum auf ihrem Weg zur emissionslosen Insel 2030 begleiten, wie beispielsweise Green Shipping, Meeresverschmutzung oder Solarenergie. Alle genauen Veranstaltungsdaten wie auch die konkreten Programminhalte und weiterführende Informationen können auf den Internetseiten der Hochschule Emden/Leer abgerufen werden.

Die Insel-Hochschule lädt sowohl Kinder, Jugendliche wie auch Erwachsene dazu ein, aktuellen Forschungs-und Innovationsthemen nachzuspüren und auf der Entdeckerinsel Borkum, durch partizipative, interaktive Formate, selbst zum Forscher zu werden. Auch Göran Sell, Geschäftsführer der NBG, zeigt sich über das weitere Projekt mit der Hochschule Emden/Leer begeistert: „Wir freuen uns, dass diese fruchtbare Zusammenarbeit in diesem Jahr einen kleinen Höhepunkt erreicht. Mit der Insel-Hochschule nehmen wir unsere Insulaner und Gäste mit und ermöglichen einen Einblick in die gemeinsamen Projekte. Besonders im Hinblick auf das Ziel der emissionslosen Insel, lassen sich viele der teils komplexen Arbeitsprozesse veranschaulichen. Wir freuen uns darauf, wenn es endlich losgeht.“Über BorkumDie Nordseeinsel Borkum (5.300 Einwohner) ist die größte der Ostfriesischen Inseln und beherbergt jährlich ca. 300.000 Übernachtungsgäste mit rd. 2,5 Mio. Übernachtungen. Die strategische inseltouristische Ausrichtung zielt auf die Schwerpunkte Hochseeklima und Vitalität, Sport und Bewegung, Natur und Strand sowie Kultur. Borkum liegt im Weltnaturerbe Wattenmeer, ist staatlich anerkanntes Nordseeheilbad und trägt das Prädikat Allergikerfreundliche Insel (ECARF-Siegel).

 

Über die Nordseeheilbad Borkum GmbH

Die Nordseeheilbad Borkum GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Borkum. In dem Unternehmen sind alle kommunalen wirtschaftlichen Aktivitäten gebündelt: Betrieb der öffentlichen touristischen Einrichtungen (Tourist-Information, Gezeitenland ~ Wasser & Wellness, Nordsee Aquarium, Veranstaltungshaus „Kulturinsel“, die „Spielinsel“ für die Kleinen), Bewirtschaftung des gesamten Strandes sowie der strandnahen Infrastrukturen (Promenade, Kurhalle am Meer mit Gastronomie, Pavillon mit Kurmusik „Musik & Meer“), Vermarktung der Insel, Versorgung der Insel mit Strom, Wasser und Wärme, Betrieb des Nordsee Windport Borkum, einen Großteil des Hafens sowie des Inselflugplatzes. Mit mehr als 150 Mitarbeitenden ist die Nordseeheilbad Borkum GmbH der größte Arbeitgeber auf der Insel.

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