Borkum Aktuell Serie Borkum 2030 – Was sind Borkums Leitsterne?

Der 1. März 2020 ist ein wichtigerTag für Borkum. An diesem richtungsweisenden Datum entscheiden alle wahlberechtigten Borkumer Bürgerinnen und Bürger, in welche Richtung sich die Insel entwickeln darf. | 28. Februar 2020


Zur Entscheidung ist die Fortführung der Planungsgespräche einer Hotelerweiterung des Hotels „Miramar“ gestellt. Während Kritiker die Auffassung vertreten, dass eine Erweiterung der derzeit ca. 20.000 Betten um 170 Betten die Insel zu sehr fülle, sehen Befürworter der Planungen in dem Projekt einen Leitstern, der Borkum konkurrenzfähig gegenüber anderen Urlaubsdestinationen bleiben lässt. Wirft man einen Blick in andere Ferienorte, zeigt sich, dass für Borkum eine Impulsinvestition in Form eines 4-Sterne-S-Thalasso-Hotels nicht nur ein angenehmer Nebeneffektist, sondern dringendnotwendig. Der „Fliegerdeich“ in Wilhelmshaven, das „Beach Motel“ in Heiligenhafen, das „Lighthouse“ in Büsumsind beispielhaft zu nennen, wenn es um erfolgreiche Projekte mit einem Schwung für den gesamten Ort geht. Die Gemeinsamkeiten dieser Beherbergungsbetriebe liegen nicht ausschließlich in ihrer Attraktivität, sondern in der Bedeutung für den jeweiligen Standort. Alle drei gelten als Leitstern in der jeweiligen Region und bedienen ein neues Gästeklientel, welches zuvor nicht mit der Destination in Berührungen gekommen ist. Die entscheidende Frage am 1. März lautet demnach nicht nur, ob Planungsgespräche fortgeführt werden sollen, sondern ob Borkum wirklich keine Impulsinvestition benötigt, da die Inselschon über genügend Leitsterne verfügt, die über die grundlegende Natur der Insel hinausgehen.

Was ist also Borkums „White Sands“? Was ist Borkums „Sansibar“? Was ist Borkums „Kitesurf Worldcup“? Drei Schlagworte, bei denen im Kopf direkt eine Verbindung zur jeweiligen Destination entsteht. Hierbei ist es keineswegs das Ziel, in die Sphären Norderneys oder Sylts vorzustoßen,sondern das Wissen zu kreieren und auf Projekte zu lenken, bei denen der (zukünftige) Gast weiß:„Das ist auf Borkum“.

„Mit den ‚BEACH DAYS BORKUM‘ ist bei uns ein Leitsternim Eventbereich aufgegangen, der 2020 in sein drittes Jahr geht. Viele Gäste haben diesen Termin und damit Borkum bereits Monate vorherim Kopf;sie planen ihren Urlaub dementsprechend.

Wir haben hierbei auf unsere über 25-jährige Beachvolleyballtradition aufgebaut und ein Event mit Strahlkraft ins Leben gerufen“, sagt der Geschäftsführer der NBG, Göran Sell. „Aber wo sind unsere Leitsterne in der Gastronomie und der Hotellerie?“ Tradition. Identität. Begriffe mit hoher Bedeutung für Borkumer und Gäste gleichermaßen. Aus diesem Grund wird bei allen Entwicklungen darauf geachtet, dass die Tradition und Identität der Insel einfließen. Auch bei zwei weiteren potenziellen Leitsternen stehen dieseim Vordergrund. Mit den Milchbuden am Nord-und Südstrand hat Borkum ein Alleinstellungsmerkmalmit einem solchen großen Identifikationspotenzial.

„Innovation der Tradition“, nennt es Göran Sell. „Wir dürfen nicht stehen bleiben in unserer Entwicklung. Sonst ist der Leitsterneffektder Milchbuden nicht hinreichend gegeben. Die neue Milchbudengeneration drückt Borkumer Identität aus und wird sich dabei dem Zeitgeist anpassen.“ Auch die Weiterentwicklung des „Miramar“ soll Borkumer Ur-Identität wiederaufleben lassen.„Borkum war bekannt für seine Bäderarchitekturund hat durch einige architektonische Ausrutscher diese Ursprünglichkeit ein Stück weitverloren. Diese gilt es, im Wege einer sogenannten Stadtreparatur wieder zu beheben. Dementsprechend enthält das einstimmig vom Stadtrat beschlossene ISEK das Ziel, die Bäderarchitektur im Kurviertel wieder zu vitalisieren. Hierfür kann der Umbau des Miramar einen ganz wichtigen Beitrag leisten–und zugleich ein Leitstern in Borkums Hotellerie werden.

 

DerBegriff ‚Thalasso‘ ist eng mit Borkums 190-jähriger Badekulturverbunden. Auch hieran knüpft das geplanteHotel mit einem großen Thalasso-Spa-Bereichan und stärkt so zukunftsweisend Borkumer Identität.“, sagt Sell. „Der Wunsch nach Pflege der Borkumer Tradition ist absolut richtig. Doch wie kann das am besten gelingen? Gustav Mahler sagte hierzu: ,Traditionist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers. ́Unsere Aufgabe ist es daher, Borkumer Tradition zeitgemäßzu interpretierenund hierfür Projekte mit Leitstern-Charakter zu entwickeln.“Von diesen Leitinvestitionen wirdein Ruck über die gesamte Insel gehen. Jene qualitativen Aufwertungenfordert Borkum 2030. Sie sind in allen touristischen Bereichen, ob öffentlich oder privat, unablässig. Die genannten Projekte können helfen, den Qualitätsstandard der Insel insgesamt anzuheben.

Über Borkum
Die Nordseeinsel Borkum (5.300 Einwohner) ist die größte der Ostfriesischen Inseln und beherbergt jährlich ca. 290.000 Übernachtungsgäste mit rd. 2,4 Mio. Übernachtungen. Die strategische inseltouristische Ausrichtung zielt auf die Schwerpunkte Hochseeklima und Vitalität, Sport und Bewegung, Natur und Strand sowie Kultur. Borkum liegt im Weltnaturerbe Wattenmeer, ist ein anerkanntes Nordseeheilbad mit Thalasso-Zertifikat und trägt das Prädikat Allergikerfreundliche Insel (ECARF-Siegel).
Über die Nordseeheilbad Borkum GmbH
Die Nordseeheilbad BorkumGmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Borkum. In dem Unternehmen sind alle kommunalen wirtschaftlichen Aktivitäten gebündelt: Betrieb der öffentlichen touristischen Einrichtungen (Tourist-Information, Gezeitenland ~ Wasser & Wellness, Nordsee Aquarium, Veranstaltungshaus „Kulturinsel“, die „Spielinsel“ für die Kleinen), Bewirtschaftung des gesamten Strandes sowie der strandnahen Infrastrukturen (Promenade, Kurhalle am Meer, Pavillon mit Kurmusik„Musik & Meer“), Vermarktung der Insel, Versorgung der Insel mit Strom, Wasser und Wärme, Betrieb der Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH sowie des Inselflugplatzes. Mit rund 150 Mitarbeitern ist die Nordseeheilbad Borkum GmbHder größte Arbeitgeber auf der Insel.

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