Borkum Aktuell Serie Borkum 2030 – Fördergelder zur Neugestaltung Bismarckpark

Die positive Serie der NBG bei Fördermittelanträgen hält weiter an. | 1. Juli 2020


Bei der letzten LAG-Sitzung „Wattenmeer-Achter“ wurde das Projekt „Neugestaltung der Freifläche an der Bismarckstraße“ mit dem Förderhöchstsatz von 200.000 Euro bedacht. Der Projektantrag der NBG erreichte den dritten Platz. Insgesamt gingen 15 Projektbewerbungen ein, vier erhalten eine Förderung.„Die Bismarckstraße ist der am stärksten frequentierte Innenstadtbereich Borkums. Dies gilt sowohl für das Flanieren als auch für das Verweilen in den zahlreichen angrenzenden Gastronomien. Es ist uns daher ein großes Anliegen, nicht nur am Strand und auf der Promenade, sondern auch hier im Ort unserer Verantwortung für eine qualitativ hochwertige städtebauliche Weiterentwicklung gerecht zu werden. Daher freuen wir uns sehr, dass unser Projekt die Unterstützung des Wattenmeerachters erfährt“, erklärt Göran Sell, Geschäftsführer der Nordseeheilbad Borkum GmbH.

Bereits bei einem Rundgang mit Stadtratsmitgliedern im März 2017 wurde der Entwicklungsbedarfder Fläche erkannt und eine Handlungsempfehlung ausgesprochen, diese erlebbar zu gestalten. Der ursprünglich abgesperrte Bereich wurde ganz im Sinne von„Freiheit atmen“ geöffnet und ausgiebig genutzt. „Mit dem Abbau des Zauns wollten wir sowohl Einheimischen als auch Gästen in der belebten Bismarckstraße jenes Gefühl von Freiheit und Natur bieten, das prägend für unsere gesamte Insel ist. Dies wurde wunderbar angenommen, jedoch führte die Entwicklung mit drei sehr trockenen und heißen Sommernzu offenen Sandflächen, die Bepflanzung konnte sich nicht mehr erholen. Im Zusammenspiel mit stärkerem Wind führt dies zu vermehrtem Sandflug. Eine Neugestaltung erscheint daher als die beste Lösung“, ergänzt Göran Sell.

Zusätzlich soll die Zweckentfremdung des Geländes unterbunden werden. Dazu gehört das Abstellen von Fahrrädern oder die Nutzung als Hundeklo. Gemeinsam mit der Umweltbeauftragten der Stadt Borkum, Meike Müller,wurde eineProjektskizzeerarbeitet und in den Fördermittelantrag integriert. Im Rahmen der Funktionszuordnung sollan dieser Stelle ein Park entstehen, indem das Inselgefühl erlebbar ist. In diesem sollen Spiel-und Ruhezonen gestaltet werden, die die Aufenthaltsqualität für alle Generationen erhöhen. Im Rahmen der Umsetzung von Borkum 2030 und ISEK ist der Park ein zentrales Elementeinergestalterischen Gesamtentwicklung des südlichen Kurviertels. Neben optischen Fragenist eine Anpassung der Fläche an sich ändernde Wetterbedingungen wichtigesAnliegen des Projekts, das heißt, der Park soll so angelegt werden, dass er auch widrigen Wetterverhältnissen wie Wind und Trockenheit trotzen kann und langfristig stabil ein qualitativ hochwertiges Erscheinungsbild behält. Bei der Bepflanzung wird zudem Wert auf heimische Vegetation gelegt. Intelligentes Mobiliar soll die Fläche für die Erholung nutzbar machen. Modernes Design, nachhaltige Produktion sowie Langlebigkeit und einfach Pflege werden dabei im Vordergrund stehen. Für die kleinen Gäste sind hochwertige Spielgeräte zum Toben vorgesehen. „Mit diesem Konzept streben wir eine deutliche Aufwertung des Arealsan und freuen uns sehr auf die Umsetzung“, so Sell.

 

Die finale Gestaltung wird unter Einbeziehung der Anrainersowie dem KITT-Team 1 „Infrastruktur“ erarbeitet. Bei einem gemeinsamen Termin im Februar ließe sich bereits feststellen, dass es zur Neugestaltung nicht nur einen Weg gibt. „Das was dort entsteht kann extrem unterschiedlich sein“, sagt Sell. Durch den Wattenmeer-Achter können maximal 65% der Gesamtkosten gefördert werden. Um die Förderung für eine möglichst wertige Entwicklung des Areals vollständig nutzen zu können, bedarf es der Bereitstellung von Eigenmitteln in Höhe von mindestens 108.000 EUR. Bei typisch zu veranschlagenden Kosten von 200 Euro je Quadratmeter, in denen auch Pflege und Bewässerung mit integriert sind, ist diesdie für die Planungen anzusetzende Summe. Selbstverständlich wird bei der weiteren Projektplanung auch Wert auf einewirtschaftliche Umsetzung gelegt. Sell: „Das Aufbringen des Eigenanteilsstellt gerade in Zeiten von Corona für die öffentliche Hand eine besonders große Herausforderung dar. Jetzt muss geschaut werden, ob wir eine qualitativ hochwertige Parkanlage umsetzen können oder eine geschlossene Wiese. Wir freuen uns daher über jede Unterstützung und werdendemnächst verschiedene Möglichkeiten der Beteiligung vorstellen.“ Eine entsprechende Informationsveranstaltung ist bereits in Planung.

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