Borkum Aktuell Serie Borkum 2030 – Niederländischer Quellmarkt wichtig für Borkums touristische Entwicklung

Niederländischer Quellmarkt wichtig für Borkums touristische Entwicklung | 10. Juli 2017


Für die Umsetzung desLeitbildsBorkum 2030 stellen die Niederlande einen wichtigen Quellmarkt dar.

 

Hier lassen sich nicht nur neue Zielgruppen für unsere wunderschöne Insel gewinnen, deren räumliche Nähe zu Borkum ohnehin größer ist als die des deutschen Festlands. In einer wachsenden Begeisterung unserer Nachbarn für einen Borkum-Besuch steckt zugleich das Potenzial, das Angebot für unsere Gäste aus denangestammten Märkten Nordrhein-Westfalen und Niedersachsenweiter zu attraktivieren. Dabei kann Borkum an eine Verbindung zu den Niederlanden anknüpfen, die schon viele hundert Jahre währt und weit über den Tourismus hinausgeht.

 

Aufzeichnungen zeigen, dass um 1606 ein Drittel der Borkumer Haushalte gebürtig aus dem Groningerland stammen. Noch vor weniger als 200Jahren waren Niederländerein fester Einwohnerbestandteil auf Borkum. So wurde in der Schule Niederländisch unterrichtet, die Predigtenund Gesängein der evangelisch-reformierten Kirche wurdenauf niederländisch abgehalten;zahlreicheBorkumer Männer fuhren als Kommandeureauf niederländischen Walfangschiffen viele Monate zur See. In der heutigen Zeit ist die Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Eemsmond ein Zeichen dieser engen Verbundenheit, ebenso gemeinsame Aktionen mit der Gemeinde Schiermonikoog oder –ganz aktuell –der Schüleraustausch im Rahmen des MiniMathematikumsauf Borkum. Trotz der unmittelbaren Nähe sowieder gemeinsamen Geschichte ist der niederländische Anteil von Übernachtungs-und Tagesgästen auf Borkum sehr gering. Nur rund 1% der Besucher kamen 2017 aus den Niederlanden–obwoh Borkum für unsereNachbarn über den Eemshavensehr gut erreichbar wäre und die Provinz Groningen, Borkum vorgelagert ist und die–andersals deren Nachbarprovinz Friesland–keine„eigene“ Insel zu ihrem Territorium zählen kann. Dies hat Auswirkungen auf das Gesamtbild. So belegt Borkum bei der Anzahl vonTagesgästen je Einwohner von allen OstfriesischenInseln den letzten Rang. „Um in Zeiten eines zunehmenden Wettbewerbs für unsere aktuellen und neuen Stammgäste attraktive Angebote schaffen zu können, die wir auch wirtschaftlich stemmen, brauchen wir eine entsprechend hohe Nachfrage. Vor diesem Hintergrundsind die Niederlande ein ganz wichtiger Markt“, sagt Göran Sell, Geschäftsführer der Nordseeheilbad Borkum GmbH.

 

Nachdem der Gleisanschluss von Groningen über Roodeschool in den Eemshavenfertiggestellt und von König Willem Alexander II. eingeweiht war, startetjetzteine breite Marketingkampagne in der Provinz Groningen. Unter Mithilfe einer Groninger Agentur wollen die Nordseeheilbad Borkum GmbH, die AG „EMS“, der Eisenbahndienstleister „Arriva“, Marketing Groningen und die Gemeinde Eemsonddie Insel Borkum für die überwiegend junge Bevölkerung dieser Region bekannt sowie interessant machen. Für große Aufmerksamkeit sorgte bereits ein erster Aufschlag in den sozialen Medien.Kur-und Tourismusdirektor Christian Klamt:„Die Niederländer sind wie die Borkumer sehr reisefreudig, entdecken gern andere Länderund wollen neue Dinge erleben.

 

Borkum mit seinem Thalasso-,Sport-und Eventangebot sowie dem Nationalpark Wattenmeerkann hier bestens punkten.“Veranstaltungenauf Borkum, wie der Auftritt des international bekannten DJs Fritz Kalkbrenner, das Colorful Sand Holi,die Beach Days Borkumoder die KitebuggyWorld Championships 2018haben sowohlin Deutschland als auch in den Niederlanden das Potenzial, Publikumfür Borkumzu begeistern.„Die Entwicklung guterProdukte istdie Basis, um Menschen nachhaltig als Gäste für Borkum zu gewinnen.

 

Mit Veranstaltungen dieser Größenordnung gelingt es, auf uns aufmerksam zu machen; sie sind daher ein immens wichtiges Produkt.“, so Göran Sell. „Damit die Events nicht zuletzt auch eine mediale Strahlkraft entfalten können, müssen sie inhaltlich auch auf dem Festland Publikum ansprechenund von dort aus logistisch gut erreichbar sein. Ein gutes Maß haben wir dann, wenn auf jeweils zwei Eventgäste, die bereits auf der Insel weilen, ergänzend immer noch etwa ein Tagesgast gern die Reise vom Festland antritt und nach dem Event –oft zu später Stunde –wiederzurückreist.“Die Voraussetzung für ein attraktives Angebot an Tagesgäste, an solchen Eventsteilzunehmen, sieht Kur-und Tourismusdirektor Christian Klamt vor allem in einer unkomplizierten sowie zügigen An-und Abreise. Hier sind nunmehrmit der Bahnanbindung bis in den Eemshaven und der relativ geringen Fährfahrzeitvon ca. 50 Minuten sehr gute Bedingungen entstanden. Niederländer aus der Gemeinde Eemsmond und der Stadt Groningen könnten mit dem Zug anreisen, Emsländer hätten mit dem Auto ebenfalls eine sehr gute Verbindung bis zum Eemshaven. „Es gilt daher, Veranstaltungsformateanzubieten, die auf Borkum und dem Festland, unsselbst und unsere niederländischen Nachbarn gleichermaßen ansprechen. So erreichenwir allerelevanten Zielgruppen und schaffen zugleich die Nachfrage, die uns in die Lage versetzt, nachhaltig solch attraktive Events auszurichten.“, unterstreicht Klamt die zukunftsweisende Ausrichtung der Strategie.

 

Um die Zahlen der Gäste aus den Niederlanden und den Tagesgästen insgesamt zu verbessern, bedarf es noch viel Arbeit in verschiedenen Bereichen, aber, so Christian Klamt: „Der Anfang ist gemacht und wir freuen uns über die laufendenAktivitäten auf dem niederländischen Markt.Wir sind überzeugt, dass unsere Bemühungen in den nächsten Monaten Früchte tragen werden.“

 

Über Borkum

Die Nordseeinsel Borkum (5.300 Einwohner) ist die größte der Ostfriesischen Inseln und beherbergt jährlich ca. 300.000 Übernachtungsgäste mit rd. 2,5 Mio. Übernachtungen. Die strategische inseltouristische Ausrichtung zielt auf die Schwerpunkte Hochseeklima und Vitalität, Sport und Bewegung, Natur und Strand sowie Kultur. Borkum liegt im Weltnaturerbe Wattenmeer, ist staatlich anerkanntes Nordseeheilbad und trägt das Prädikat Allergikerfreundliche Insel (ECARF-Siegel).

 

Über die Nordseeheilbad Borkum GmbH

 

Die Nordseeheilbad Borkum GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Borkum. In dem Unternehmen sind alle kommunalen wirtschaftlichen Aktivitäten gebündelt: Betrieb der öffentlichen touristischen Einrichtungen (Tourist-Information, Gezeitenland ~ Wasser & Wellness, Nordsee Aquarium, Veranstaltungshaus „Kulturinsel“, die „Spielinsel“ für die Kleinen), Bewirtschaftung des gesamten Strandes sowie der strandnahen Infrastrukturen (Promenade, Kurhalle am Meer mit Gastronomie, Pavillon mit Kurmusik „Musik & Meer“), Vermarktung der Insel, Versorgung der Insel mit Strom, Wasser und Wärme, Betrieb des Nordsee Windport Borkum, einen Großteil des Hafens sowie des Inselflugplatzes. Mit mehr als 150 Mitarbeitenden ist die Nordseeheilbad Borkum GmbH der größte Arbeitgeber auf der Insel.

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