Borkum Aktuell Serie Borkum 2030 – Neuer Baustein für Borkums E-Mobilität

Neuer Baustein für Borkums E-Mobilität | 16. September 2018


Borkum soll bis 2030 emissionsfrei sein. So lautet die Zielsetzung, die mit großer Beteiligung aus der Bevölkerung erarbeitet und in das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept und das Tourismuskonzept Borkum 2030 eingepflegt wurde –„Borkum wird nachhaltig, klimaneutral und emissionsfrei“.

 

Drei Sektoren sind dabei von großer Bedeutung: Hausstrom, Wärmeversorgung und E-Mobilität. Besonders im Bereich der E-Mobilität entwickelt sich die Insel stetig weiter und scheut nicht den Schritt in Richtung Zukunft. Bereits jetzt bestehen die öffentlichenFuhrparkszu 20 Prozent aus Elektroautos oder –mobilen. So wurde im vergangenen Jahr das bundesweit erste Elektro-Motorrad vom Polizeipräsidenten an die Borkumer Polizei übergeben. Da dieses auch im unwegsamen Gelände sehr praktikabel ist, kann es auch am Strand oder in den Dünen eingesetzt werden, ohne die Natur zu schädigen. Die Borkumer Kleinbahn setzt seit dem vergangenen Jahr im öffentlichen Nahverkehr mit einem Elektro-Bus ebenfalls auf E-Mobilität. Auch die Stadt Borkum, die Post, verschiedene Borkumer Unternehmer und die Nordseeheilbad Borkum GmbH gehen in RichtungCO2-Neutralität undstellen die Fuhrparks Schritt für Schritt um. Das Stadtwerke-Segment der Nordseeheilbad Borkum GmbH baut umfassendauf umweltbewusste Fortbewegung und unterstütztden zunehmenden Trend der Elektromobilität. Nachdem bereits 2015 die erste E-Ladesäule im öffentlichen Raum errichtet wurde, verfügt Borkum heute schon über drei Elektrotankstellen „Am Langen Wasser“, am „Oppermannspad“ und in der „Ankerstraße“.

Nun folgt mit dem neuen Carsharing-Projekt „Elektro-Ahoi–Die Zukunft heißt teilen“der Stadtwerke in Kooperation mit der Oppermann Wohnungsverwaltung der nächste Schritt in Richtung Schadstoffreduzierung. Anfang des Jahres fassten Stadtwerkedirektor Axel Held und Bereichsleiter Raphael Warnecke den Entschluss, einen weiteren Schritt in der E-Mobilität zu gehen. Nach einem ersten Treffen mit der EWE entschieden sich die Beteiligten dafür, das Projekt E-Carsharing auf der Insel zu etablieren. Da auch die EWE bislang mit diesem Thema noch nicht in Berührung gekommen ist, gründete sie die Tochter „waydo“, die Themen wie beispielsweise die Mobilitätder Zukunftuntersucht und entwickelt. In diesem Zusammenhangkam die gemeinsame Konzeptenwicklungmit den Stadtwerkenzustande. „Dann schritt das Projekt sehr zügig voran“, resümiert Axel Held.
Seit Ende Augustsind die Einwohner der Upholmstraße dazu eingeladen, ein Elektroauto der Marke Renault ZOE gemeinsam zu nutzen. Nach einer anfänglichen Analyse geeigneter Straßenzüge kristallisierte sich dieses Arealmit den anliegenden Mietwohnungen als geeignetes „Versuchsfeld“ heraus. Daraufhin suchten Axel Held und Raphael Warnecke das Gespräch mit Hanno Oppermann, der sich von dieser Idee direkt begeistert zeigteund für das E-Mobil einen kostenlosen Parkplatzzur Verfügung stellt.„Die Upholmstraße ist ein geeignetes Testfeld, da der Straßenzug sehr nah an den Stadtwerken liegt und wir einen guten Service gewährleisten können“, sagt Raphael Warnecke.
Der innovative Ansatz in der Kooperation mit EWE ist, dass sich das stationsbasierte Borkumer Carsharingmodell zunächst speziell auf die Wohnungswirtschaftrichtet. Das Thema Carsharing mit E-Mobilität macht für Borkum nur in Verbindung mit grüner Energie Sinn und ist besonders im Hinblick auf Borkum 2030 als emissionslose Insel die nachhaltige Grundlage des Modells.Der Renault ZOE kommt aus einem Autohaus in Aurich, hat eine Reichweite von 180 Kilometer und ist voll ausgestattet.

Da der Buchungsvorgang erst abgeschlossen ist, wenn das Elektrokabel aus der „Wallbox“ wieder an den Wagen angeschlossen ist, läuft man nicht Gefahr in ein leeres Auto zu steigen. „Bei der Inselgröße wären 180 Kilometer in einem Vorgang auch schwer zu verfahren“, so Held.

Interessenten, die das Angebot des E-Carsharings nutzen möchten, melden sich persönlich bei den Stadtwerken, füllen ein Registrierungsformular aus, legen einen Führerschein vor und erhalten kurze Zeit später eine E-Mail mit Passwort und Link zur App. „Dann kann man auch schon direkt loslegen“, erklärt Warnecke.

 

Der kleine Testlauf mit der Wohnungswirtschaft der Upholmstraße dient zunächst dazu, etwaige Probleme mit dem Projekt und der technischen Umsetzung zu lokalisieren, zu beseitigenund zu schauen, ob überhaupt Interesse in der Borkumer Bevölkerung besteht. Axel Held: „Sollten die Erfahrungen des Pilotprojekts positiv sein, könnte das Carsharing künftig Stück für Stück auf der Insel ausgeweitet werden –und auch hier schon bald zur Normalität gehören. Durch unser Projekt streben wir eine bewusstere Nutzung von Fahrzeugen auf der Insel anund mindern zugleich die Berührungsängste gegenüber E-Mobilität. Fahrzeughalter auf Borkum werden für die Thematik sensibilisiert und verzichten in einem nächsten Schritt vielleicht ganz auf ein eigenes Autooder überdenken den Wechsel zu einem E-Fahrzeug“.Ein neu erstelltes Mobilitätskonzept für Borkum wurde durch den Umweltbeauftragten der Stadt Borkum, Jens Albrecht, in Kooperation mit den Stadtwerken erarbeitet und soll der Politik bald vorgestellt werden.

Über Borkum

Die Nordseeinsel Borkum (5.300 Einwohner) ist die größte der Ostfriesischen Inseln und beherbergt jährlich ca. 300.000 Übernachtungsgäste mit rd. 2,5 Mio. Übernachtungen. Die strategische inseltouristische Ausrichtung zielt auf die Schwerpunkte Hochseeklima und Vitalität, Sport und Bewegung, Natur und Strand sowie Kultur. Borkum liegt im Weltnaturerbe Wattenmeer, ist staatlich anerkanntes Nordseeheilbad und trägt das Prädikat Allergikerfreundliche Insel (ECARF-Siegel).

Über die Nordseeheilbad Borkum GmbH

Die Nordseeheilbad Borkum GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Borkum. In dem Unternehmen sind alle kommunalen wirtschaftlichen Aktivitäten gebündelt: Betrieb der öffentlichen touristischen Einrichtungen (Tourist-Information, Gezeitenland ~ Wasser & Wellness, Nordsee Aquarium, Veranstaltungshaus „Kulturinsel“, die „Spielinsel“ für die Kleinen), Bewirtschaftung des gesamten Strandes sowie der strandnahen Infrastrukturen (Promenade, Kurhalle am Meer mit Gastronomie, Pavillon mit Kurmusik „Musik & Meer“), Vermarktung der Insel, Versorgung der Insel mit Strom, Wasser und Wärme, Betrieb des Nordsee Windport Borkum, einen Großteil des Hafens sowie des Inselflugplatzes. Mit mehr als 150 Mitarbeitenden ist die Nordseeheilbad Borkum GmbH der größte Arbeitgeber auf der I

Download

Hier finden Sie weitere Inhalte zu diesem Beitrag: